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Aktion Schaufenstergedichte der Gruppe „un“ - Pressetexte

 

Schaufenstergedichte

Pressemitteilung zur Aktion:
Gedichte auf Spruchbändern am Geschäftshaus der Optiker "Hoffmann & Ewert"
August 2010

Vom Winde verweht
Gedichte auf Spruchbändern

Gedichte im öffentlichen Raum zu präsentieren und somit zu einer Art Alltagslyrik werden zu lassen, hat sich die Gruppe un schon vor Jahren vorgenommen.
Entstanden war diese Idee ursprünglich aus dem Wunsch, die Texte ähnlich wie Bilder den Menschen zu zeigen, sie zu einer zufälligen Begegnung bereitzustellen. Vielleicht auch als eine lohnende Entdeckung für all jene, die mit offenen Augen und ohne Hatz durch die Straßen unserer Stadt gehen.

Zugleich existierte die Wunschvorstellung, durch großformatige Gedichte in unbenutzten Schaufenstern auf den Leerstand aufmerksam zu machen, der sich mehr und mehr in den Innenstädten hier wie andernorts breitmacht.

Zwischen 2004 und 2006 druckte die Gruppe un etwa 20 Gedichte auf Pergamentpapier und hängte sie im monatlichen Wechsel in ein Schaufenster in der Goethestraße. Die Versuche, die "Schaufenstergedichte" in anderen Räumen auszuhängen, scheiterten am enormen Aufwand und an der Erfolglosigkeit, Hausbesitzer leerstehender Geschäfte herauszufinden, zu kontaktieren und ihre Kooperationsbereitschaft zu gewinnen.

Schließlich gab es im Zuge der Aktionen zur Belebung der Eisenbahnstraße noch einmal eine Gelegenheit, die Gedichte öffentlich zu machen: im Winter 2010 in den Geschäftsräumen des einstigen "Modeeck", Eisenbahnstraße/Ecke Ludwig-Sandberg-Straße.

Schaufenstergedichte
Schaufenstergedichte

Bald darauf wurde der Kontakt zum Optiker "Hoffmann & Ewert" hergestellt, dessem Inhaber die Idee gefiel, Gedichte auf Transparenten an der Fassade zu befestigen und somit drei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Aufmerksamkeit für sein Geschäft, Kunst in der Eisenbahnstraße und Veröffentlichung von Gedichten.

Nun stand die Gruppe un vor der Herausforderung, Texte zu schreiben, die schmal genug waren, um auf ein 90 cm breites und ca. 6 m hohes Spruchband zu passen und trotzdem von der gegenüberliegenden Straßenseite noch lesbar zu sein. Herr Hoffmann stand vor der Herausforderung, ebendiese Spruchbänder drucken und pünktlich zum Eisenbahnstraßenfest befestigen zu lassen. Eine Woche vor dem Termin war alles fertig, die Sonne strahlte auf die leuchtend weißen Spruchbänder am grünen Haus, die Presse wurde eingeladen, alle waren voller Stolz und Vorfreude...

So weit so gut. Nur die Naturgewalten in Form von starkem Wind stellten sich dagegen, so dass die Spruchbänder Mitte der Woche so ramponiert und trotz Reparaturversuchen unbrauchbar geworden waren, so dass sie abgenommen werden mussten.
Ärgerlich. Schade.

Nun aber gibt ein guter Geschäftsmann nicht so schnell auf, noch dazu in Eberswalde, wo fast jeder jeden kennt. Die Transparente wurden quasi über Nacht im Nähstudio der Lebenshilfe gekürzt und umgenäht und sind nunmehr bereit zum Einsatz als Wanderplakate. Das "Matisse" hat sich schon als nächste Station angeboten.

Also Augen auf! Bestimmt werden die beiden Transparente immer mal wieder irgendwo in der Stadt zu sehen sein.

<<< "Märkischer Sonntag" 29.08.2010/15.09.2010 - PDF

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktion Schaufenstergedichte der Gruppe „un“ - Auftakt zum „Kunstprojekt in der Eisenbahnstraße“

 

Aktion Schaufenstergedichte  der Gruppe „un“     Aktion Schaufenstergedichte  der Gruppe „un“     Aktion Schaufenstergedichte  der Gruppe „un“

Pressemitteilung

In den nächsten Tagen und Wochen ist mit verstärkten Anfragen von besorgten Einwohnern der Eisenbahnstraße zu rechnen, die wissen wollen, was in den Geschäftsräumen des ehemaligen „Mode Eck“ vor sich geht. Was gibt es hier zu kaufen? Und was haben die Gedichte im Schaufenster dort zu suchen?  

Die „Schaufenstergedichte“ haben eine Vorgeschichte. Eine Gruppe von Eberswalder Künstlern - Ingrid Ulandowski, Matthias Schwarz und Reinhard Wienke von der Gruppe „un“ - hatten bereits vor Jahren ein Kunstprojekt in leerstehenden Schaufenstern geplant. Das vordergründige Ziel der Aktion bestand darin, Lyrik in den Alltag zu transportieren und den Leerstand von Ladengeschäften durch eine Kunstaktion kreativ zu nutzen. Die Mitglieder der Gruppe „un“ druckten zwischen 2004 und 2006 etwa 20 großformatige Gedichte auf Transparentpapier und hängten diese mit monatlichem Wechsel in ein Schaufenster in der Goethestraße 1.
Auf den Spruchbändern stehen kurze und zumeist melancholisch wirkende Gedichte. Ein Teil der Kurzgedichte entstammt dem 1997 veröffentlichten Gedichtband „Lyrisches JA-Buch für Piranha-Parties“ der Gruppe „un“. Einige Gedichte entstanden aber auch eigens für diesen Zweck. Dabei mussten formale Aspekte berücksichtigt werden, z.B. dass die Texte mit möglichst wenigen Zeilen und wenigen Worten auskommen.
Diese Aktion hat viel Zeit, achtlos liegengebliebene Transparentpapierrollen und gerettete Druckbuchstabenkästen aus Altbeständen, aber keine Steuergelder gekostet. 

Die Spruchbänder sind als temporäre Aktion natürlich auch für das leerstehende Geschäft in der Eisenbahnstraße sehr gut geeignet. Die „Schaufenstergedichte“ im Mode Eck bilden den Auftakt für eine geplante „Kunstaktion in der Eisenbahnstraße“, bei dem es um die Wahrnehmung eines wichtigen Stadtraumes geht, der zu veröden droht und vielen Eberswaldern nur noch als Transitstrecke dient.
Wenn also künftig Passanten am „Mode Eck“ vorbei hasten und sich im selben Augenblick ratlos wundern: „Wat soll denn ditte?“, ist schon ein erster Schritt erreicht.

Das „Mode Eck“ in der Eisenbahnstraße wird dank der Unterstützung durch die WHG in den nächsten Monaten noch verschiedenen kreativen Geistern eine Plattform bieten. 

 

Aktion Schaufenstergedichte  der Gruppe „un“     Aktion Schaufenstergedichte  der Gruppe „un“     Aktion Schaufenstergedichte  der Gruppe „un“

 

Märkischer Markt, 14.04.2010

Schaufenstergedichte, Presse 14.04.2010

 

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