Galerie Fenster

Prignitzer Straße 50 16227 Eberswalde
Jeden Donnerstags von 17 - 21 Uhr geöffnet (und nach Vereinbarung)
Mini-Kulturformate jeden Donnerstag um 19 Uhr
Eintritt frei
Foto: Torsten Stapel

Aktuelle Ausstellung

7. Ausstellung
5. August – 7. Oktober 2021
Jeden Donnerstag von 17 bis 21 Uhr
Ute Mahler und Werner Mahler
Monalisen der Vorstädte

Adda, Reykjavik, aus der Serie "Monalisen der Vorstädte", 2009-2011 © Ute Mahler und Werner Mahler/OSTKREUZ
Birna, Reykjavik, aus der Serie "Monalisen der Vorstädte", 2009-2011 © Ute Mahler und Werner Mahler/OSTKREUZ

Ute Mahler und Werner Mahler (geb. 1949 und 1950), gelten als Schlüsselfiguren der Fotografie in der DDR. Sie haben nach der Wende die renommierte Fotografenagentur OSTKREUZ mitbegründet. Nachdem beide jahrzehntelang unabhängig voneinander erfolgreiche Karrieren verfolgt haben, legen sie 2011 eine erste gemeinsame Arbeit vor, die schwarz-weiße Portraitserie „Monalisen der Vorstädte“, die sie von 2009 bis 2011 in den europäischen Städten Florenz, Berlin, Liverpool, Minsk und Reykjavik realisiert haben. Die Serie ist für die OSTKREUZ-Gruppenausstellung „Die Stadt. Vom Werden und Vergehen“ entstanden, die im Jahr 2010 in Berlin bei C/O Berlin gezeigt wurde und anschließend mit dem Goethe Institut weltweit präsentiert wurde.

Ute Mahler und Werner Mahler über die „Monalisen der Vorstädte“:
„Wir haben in unserer Arbeit zwei aufeinandertreffen lassen, die an einem Übergang stehen. Da ist zum einen die Vorstadt, die nicht mehr Dorf ist, aber auch nicht Stadt. Und da ist zum anderen das Mädchen, das kein Kind mehr ist, aber noch keine Frau. Sie stehen beide so auf halbem Wege, die Vorstadt und das Mädchen, und das wollten wir festhalten.

Wir waren in Florenz, Liverpool, Reykjavik, Minsk und Berlin. Das sind fünf sehr verschiedene Städte, aber wir sind überall auf die gleiche Art vorgegangen. Wir haben uns Plätze gesucht, an denen viele Leute vorbeigehen, Bushaltestellen, Supermärkte, Jugendclubs, und dort haben wir gewartet. Bis wir ein Gesicht sahen, das uns besonders erschien. Dieses Mädchen haben wir angesprochen und zu unserer Kamera mitgenommen, die wir aufgebaut hatten. Eine große Kamera mit Platten, einem dreibeinigen Stativ und einem schwarzen Tuch, so wie man das heute gar nicht mehr kennt.

Wir hatten in allen diesen Städten denselben Stuhl dabei, jedes der Mädchen hat auf ihm gesessen. (…) Der Stuhl gibt dem Körper nicht viel vor. Man sitzt sehr frei auf ihm und gleichzeitig ungeschützt – auf beides kam es uns an. Wir wollten herausfinden, wie die Umgebung den Menschen prägt und ob ihm anzusehen ist, wenn seine Umgebung die Vorstadt ist. Wir haben diese Vorstadt, egal wo wir waren, immer als Ort empfunden, aus dem alle wegwollen. Am Tag gehen die Leute weg, um zu arbeiten und kehren nur zum Schlafen zurück. Am Abend gehen sie weg, um einzukaufen, zu flanieren, Freunde zu treffen oder auszugehen. Für immer gehen sie weg, um etwas zu machen aus ihrem Leben. (…) Wir haben die Mädchen nicht nach einem Ideal ausgewählt, wir wollten keine Models fotografieren. Wir haben Gesichter gesucht, die auf den zweiten Blick wirken, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen, dafür mussten sie nicht im heutigen Sinne schön sein. Dennoch fand es keines der Mädchen seltsam, dass wir sie als Mona Lisa der Vorstadt portraitieren. (…) Sie haben verstanden, dass es jetzt nur noch um sie geht. Wir haben die Mädchen für zwanzig Minuten herausgeholt aus ihrem Alltag, aber als sie danach wieder aufstanden, war etwas geschehen mit ihnen. Etwas hatte sich verändert. Es war, als sei ihnen plötzlich bewusst geworden, dass sie eine Persönlichkeit sein könnten, etwas Besonderes.

Vielleicht braucht es dafür erst jemanden, der einen anschaut und darauf bringt, dass da etwas zu sehen ist. Und vielleicht passiert das den Mädchen in ihrer Umgebung zu selten, dass sie jemand so anschaut, wie wir das getan haben. Wir sind jetzt schon viele Jahre Fotografen, aber dieses Projekt ist unsere erste gemeinsame Arbeit, die erste, unter der unsere beiden Namen stehen.

Aktuelles Programm

5. August – 7. Oktober 2021
jeden Donnerstag um 19 Uhr – immer Open Air auf dem Hof vor der Galerie Fenster

Do, 5. August 2021 19 Uhr
Eröffnung der Ausstellung
Künstlerische Umrahmung: Festival der leisen Gesten

Do, 30. September 2021 19 Uhr
Ute Mahler und Werner Mahler im Gespräch

Hinweise zum Umgang mit Covid-19 im Land Brandenburg (laut Umgangsverordnung vom 16. Juni bis 31. Juli 2021)

Wir als Veranstalter stellen durch geeignete organisatorische Maßnahmen Folgendes sicher: 

1. die Beschränkung der Personenzahl aufhöchstens 1000 gleichzeitig teilnehmende Besucherinnen und Besucher,
2. das Erfassen von Personendaten aller Besucherinnen und Besucher in einem Kontaktnachweis
3. die Einhaltung des Abstandsgebots, mit der Möglichkeit, dass der Abstand zwischen festen Sitzplätzen auf bis zu 1 Meter verringert werden kann

Darüber hinaus sind KEINE weiteren Auflagen zu beachten, da alle unsere Veranstaltungen Open Air stattfinden.

Vergangene Ausstellungen und Programme

6. Ausstellung

Matthias Schwarz. Jazzgrafiken.

10. Juni – 22. Juli 2021

Die Ikonografie des Festivals „Jazz in E.“, Matthias Schwarz, zeichnet seit dem Jahr 2000 auf Konzerten.

Seine unverwechselbaren Musikergestalten zieren seither CD-Cover, Jazzkalender, Ausstellungen und jedes Jahr das Festivalshirt von Jazz in E. Neue Arbeiten des Eberswalder Grafikers.

Alle Veranstaltungen finden vor der Galerie Fenster Open Air auf dem Gelände der Prignitzer Straße 50 statt. Für Regenschutz ist gesorgt!

Do 17. Juni 2021, 19 Uhr SHARED READING Wir lesen und unterhalten uns über Literatur. Mit Carsten Sommerfeldt.

Do 24. Juni 2021, 19 Uhr NACHBARN Wir stellen unsere Nachbarn aus dem Viertel vor und unterhalten uns mit ihnen. Mit Robert Pausch vom K4 Zentrum für Kampfkunst & Gesundheit Eberswalde.

Do 1. Juli 2021, 19 Uhr JAZZ HÖREN News & Favorites. Mit Suzi Mundokys, dem Künstler Matthias Schwarz und dem Jazzaktivisten-Team.

Do 8. Juli 2021, 19 Uhr SHARED READING Wir lesen und unterhalten uns über Literatur. Mit Carsten Sommerfeldt.

Do 15. Juli 2021, 19 Uhr NACHBARN Wir stellen unsere Nachbarn aus dem Viertel vor und unterhalten uns mit ihnen.

Do 22. Juli 2021, 19 Uhr ZIELGERADE Abschlussfest zur 6. Ausstellung!
Mit Fabiana Striffler – Geige Solo
(Foto: Renatas Neverbickas)
Fabiana Striffler wurde 1988 geboren und erfuhr schon während ihrer Kindheit die nötige Ermutigung, sich einer Vielzahl von künstlerischen und musikalischen Aktivitäten zu widmen. Später studierte sie Jazz und Klassische Violine an der Universität der Künste und der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Wir erleben die brillante Geigerin im Solokonzert.
„…ihr schöner Klang ist ein Spiegelbild ihrer selbst. Fabiana hat eine einzigartige Balance zwischen Intuition und Intellekt, die es ihr ermöglicht, reine Musik zu machen, egal in welcher kreativen Situation sie sich befindet.“ Garry Dial (Grammy „Live at the Village Vanguard“, New York 2016)

http://www.fabianastriffler.com/

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29. Oktober – 20. Dezember 2020

IM NOVEMBER UND DEZEMBER GESCHLOSSEN!

Do 29. Oktober 2020, 19 Uhr Vernissage in Anwesenheit von Matthias Schwarz.
Illumination: Henrik Schade.
Live-Performance: Bruchgold & Koralle

Die nachfolgenden Veranstaltungen wurden zwar von uns geplant, mussten aber wegen der gegenwärtigen Situation verschoben werden bzw. ausfallen. Schade!

Do 10. Dezember 2020, 19 Uhr SHARED READING Wir lesen und unterhalten uns über Literatur. Mit Carsten Sommerfeldt.

So 13. Dezember 2020, 15 Uhr Was geht im Viertel? Treff am Zaun mit der Künstlerin Gudrun Sailer.

Do 17. Dezember 2020, 19 Uhr Jazz hören mit Suzi Mundokys. News & Favorites.

So 20. Dezember 2020, 15 Uhr Zielgerade. Abschlussfest zur 6. Ausstellung! Live: Bex Burch (GB)

5. Ausstellung

Mario Schneider “Tourist – Wir sind überall“

8. März – 15. März 2020 (Galerie musste geschlossen werden)

14. Juni – 2. August 2020

Aus Reisenden sind in den vergangenen 100 Jahren Touristen geworden. Fotos von Menschen, die sich aus ihrem alltäglichen Umfeld entfernen, um als Touristen an den Sehnsuchtsorten dieser Welt wiederaufzutauchen. 

Der Hallenser Filmemacher, Filmkomponist, Autor und Fotograf Mario Schneider versucht, den Menschen hinter dem Touristen zu entdecken.

Die nachfolgenden Veranstaltungen wurden zwar von uns geplant, mussten aber wegen der gegenwärtigen Situation verschoben werden bzw. ausfallen. Schade!

Do 19. März 2020, 19 Uhr Kino Heinz und Fred (R: Mario Schneider, Deutschland 2007, 82min, ohne Altersbeschränkung)

Do 26. März 2020, 19 Uhr Kino Unser kurzes Leben (R: Lothar Warnecke, DDR 1981, 113min, ab 12 Jahren)

Do 2. April 2020, 19 Uhr Daumenkino mit Volker Gerling „Bilder lernen laufen, indem man sie herumträgt“

Do 16. April 2020, 19 Uhr Kino Club Las Piranjas (R: Ulli Baumann, Deutschland 1995, 89min, ohne Altersbeschränkung). Einführung: Florian Beyer

Do 23. April 2020, 19 Uhr SHARED READING Wir lesen und unterhalten uns über Literatur. Mit Carsten Sommerfeldt von der Shared Reading gGmbH i.G.

Do 30. April 2020, 15 Uhr Zielgerade. Abschlussfest zur 5. Ausstellung! Mit Live-Musik!

4. Ausstellung

Phillip Janta „Welcome to Janta Island!“

5. Januar – 1. März 2020

Phillip Janta wurde 1980 in Erfurt geboren. Von 2001 bis 2008 studierte er Typografie und Illustration an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Seitdem lebt er auf einer Insel, die er selber „Janta-Island“ nennt und arbeitet dort als Illustrator, Grafiker und Siebdrucker. „Janta Island“ ist ein abgeschiedener Ort voller Ruhe, Wärme und Abenteuer. Phillip Janta interessiert das Geheimnisvolle einer verlassenen, tropischen Insel, das Verborgene aber auch das Offenkundige, scheinbar Alltägliche.

Eröffnung am Sonntag, den 5. Januar 2020 um 14 Uhr in Anwesenheit des Künstlers. Die Musik am schönen Nachmittag kommt von Acapulco Radio! Acapulco Radio ist Urlaub für die Ohren. Bei den Klängen karibischer Sonnenstrände setzt die Entspannung langsam ein, die Atmung wird tiefer und die Lust auf einen bunten Cocktail größer. Hemmungslos wird hier aus dem Repertoire der Südseeromantik geschöpft und den Zuhörern ein virtuelles Badetuch ausgebreitet.

Do 23. Januar 2020, 19 Uhr SHARED READING Wir lesen und unterhalten uns über Literatur. Mit Carsten Sommerfeldt von der Shared Reading gGmbH i.G.

Do 30. Januar 2020, 19 Uhr Kino Swiss Army Man (R: DANIELS, USA 2016, 95min, ab 12 Jahren). Einführung: Florian Beyer

Alle Sonntage im Februar: 2. / 9. / 16. und 23. Februar 2020, jeweils um 13 Uhr Kino für große und kleine Leute mit einem „Schatzinsel Film“!!! Kleiner Hinweis: Ein berühmter Frosch spielt auch eine Rolle…

Do 13. Februar 2020, 19 Uhr Kino Die Architekten (R: Peter Kahane, DDR 1990, 107min, ohne Altersbeschränkung)

Do 20. Februar 2020, 19 Uhr SHARED READING Wir lesen und unterhalten uns über Literatur. Mit Carsten Sommerfeldt von der Shared Reading gGmbH i.G.

So 1. März 2020, 15 Uhr Zielgerade. Abschlussfest zur 4. Ausstellung! Live: Cathrin Pfeifer „Magic World of Accordeon“

Die Struktur

Unterstützer

Förderung Fondsprojekt Soziale Stadt

Projekt "Ein "Dach" für soziokulturelle Begegnungen vor der Galerie Fenster"

© 2021 Udo Muszynski Konzerte + Veranstaltungen

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